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Ratzeburg: Feuer auf dem Gelände einer Asylbewerberunterkunft

Ratzeburg: Feuer auf dem Gelände einer Asylbewerberunterkunft

Rund 150 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst und THW bekämpften einen Brand in einer Asylbewerberunterkunft in Gudow. Die Alarmierung erfolgte gegen 21:30 Uhr. Die Unterkunft bestand im Wesentlichen aus zwei Einzelgebäuden, von denen im hinteren Teil des Hauptgebäudes eine Dachfläche von etwa der Größe eines Handballfeldes betroffen war. Untergebracht waren in der Einrichtung 21 Bewohner, von denen zehn an Covid19 erkrankt waren. Entgegen erster Informationen waren diese jedoch nicht in dem betroffenen Gebäudeteil untergebracht, sondern in einem Nebentrakt. Die gesamte Einrichtung wurde vorsichtshalber komplett evakuiert.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen befand sich in der Nähe des Brandobjektes eine Person, die mit einem Messer hantierte. Die Person bedrohte jedoch nicht die Einsatzkräfte, sondern deutete an sich selbst verletzen zu wollen. Sie wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Der Löscheinsatz erfolgte von innen unter Atemschutz und von außen über eine Drehleiter. Später kam noch ein Gelenkmast der FF Ratzeburg zum Einsatz.

Bei der provisorischen Unterbringung der Bewohner kam den Einsatzkräften ein glücklicher Umstand zur Hilfe. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Ferienheim der Berufsfeuerwehr Hamburg. Die Covid19 Patienten wurden dort kurzerhand im Untergeschoss einquartiert, die anderen Bewohner in den höheren Bereichen. Komplizierte Krankentransporte konnten so vermieden werden.

Gegen Mitternacht war der Brand weitgehend unter Kontrolle und es konnte mit Nachlöscharbeiten begonnen werden.

Ein Bewohner wurde leicht verletzt. Ein Feuerwehrmann wurde mit Kreislaufproblemen, in Folge des Atemschutzeinsatzes behandelt.

Zur Brandursache und der Höhe des Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei wird mit den Ermittlungen beginnen sobald das Gebäude begehbar ist.

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Quelle
Kreisfeuerwehrverband Hzgt. Lauenburg
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