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Demmin: Technisches Hilfswerk und Energiedienstleister E.DIS vertiefen Kooperation mit gemeinsamer Übung

Demmin: Technisches Hilfswerk und Energiedienstleister E.DIS vertiefen Kooperation mit gemeinsamer Übung

Bereits seit mehreren Jahren arbeiten das THW und der Energiedienstleister E.DIS eng zusammen. Ziel der Kooperation ist die gegenseitige Unterstützung in Katastrophen- oder Unglücksfällen, um die Energieversorgung möglichst schnell wiederherzustellen. Ein stetiger Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie die Förderung des THW-Ehrenamts stehen ebenfalls im Fokus. Am 15. und 16. Oktober fand daher eine Übung der THW Fachgruppen Elektroversorgung des Landesverbandes Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Mitarbeitern der E.DIS in Demmin statt.

Um in einem Einsatz an elektrotechnischen Anlagen der Stromnetzbetreiber wie zum Beispiel E.DIS sicher handeln zu können, startete die Übung mit einer entsprechenden Schulung, in der es unter anderem um Gefahren an einer möglichen Einsatzstelle und das Arbeiten in der Nähe spannungsführender Anlagen ging. Anschließend stand das Thema Freileitungen auf dem Programm. Neben den technischen Rahmenbedingungen standen hier vor allem die Wiederherstellung im Schadensfall und das Arbeiten mit einem Hubsteiger im Fokus. In einem dritten Themenblock wurde die Arbeit mit Notstromaggregaten – sogenannten Netzersatzanlagen – geübt. Diese können im Bedarfsfall zum Beispiel an die bestehenden Trafostationen angeschlossen werden, um die Stromversorgung punktuell wiederherzustellen. Die theoretischen Erläuterungen und praktischen Übungen wurden von engagierten Netzexperten der E.DIS durchgeführt beziehungsweise unterstützt. “Die Stimmung ist sehr gut; die Kameraden sprechen von einer sehr erfolgreichen und lehrreichen Übung. Gerade der direkte und regelmäßige Erfahrungsaustausch zwischen uns und den Mitarbeitern der E.DIS hilft bei kommenden Einsätzen”, sagt Marcel Völs aus dem Ortsverband Demmin.

Die Zusammenarbeit zwischen dem THW und E.DIS hat eine gute Tradition. Schon beim Orkan “Xavier” 2017 kämpften die Einsatzkräfte von THW und E.DIS Seite an Seite gegen die Folgen. Auch gemeinsame Übungen zum Umgang mit Krisensituationen wurden zum Beispiel ab 2019 in der Stadt Eberswalde, in den Wäldern der Schorfheide und in Bentwisch bei Rostock durchgeführt. Weiterhin waren Kameradinnen und Kameraden der regionalen THW Ortsverbände und Kollegen der E.DIS 2021 bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz. Für die sichere und zielgerichtete Hilfe an den Einsatzstellen waren dort Abstimmungen mit dem örtlichen Netzbetreiber notwendig. Dabei waren die Erfahrungen aus gemeinsamen Übungen mit der E.DIS aus den Vorjahren sehr hilfreich.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Die E.DIS AG mit ihrer Tochter E.DIS Netz GmbH ist einer der größten regionalen Energienetzbetreiber Deutschlands und betreibt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf einer Fläche von 35.500 Quadratkilometern ein rund 79.000 Kilometer langes Stromleitungsnetz. Hinzu kommt im östlichen Landesteil Mecklenburg-Vorpommerns und im Norden Brandenburgs auf einer Fläche von 9.770 Quadratkilometern ein ca. 4.700 km langes Gasleitungsnetz. In Fürstenwalde/Spree, Demmin und Potsdam befinden sich die drei großen Standorte des Unternehmens mit den wesentlichen zentralen Funktionen. Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von über 40 Standorten aus für eine zuverlässige Energieversorgung von Privat- und Gewerbekunden, Industrieunternehmen und Kommunen in der Region. Mit ca. 2.500 Mitarbeitern einschließlich rund 150 Auszubildenden ist die E.DISGruppe einer der größten Arbeitgeber in den neuen Ländern. Kommunale Anteilseigner sind mit rund einem Drittel an E.DIS beteiligt.

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Quelle
THW Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein Emanuel Jaschko
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